Bericht zum Sail-Ex 2023
Bericht zum SAIL-EX 2025
Hinweis: Nicht alle Fotos sind chronologisch eingepflegt und dienen der Illustration
Am Mittwoch, 11.06.2025 sammelten sich die Teilnehmer an der Blücherbrücke in Kiel zu einem, erstmals über 5 Tage gehenden, Segeltörn der Bordgemeinschaft.
Gechartert wurde diesmal die "Regina Maris"
Die REGINA MARIS lief im Jahre 1970 vom Stapel. Sie war zunächst in der Nordseefischerei eingesetzt, ehe sie zu einem prachtvollen 3-Mast-Schoner für die Passagierschifffahrt umgebaut wurde. Sie gilt als äußerst seefest und schnell und trägt aufgrund ihres Erscheinungsbildes zurecht ihren Namen, der ins Deutsche übersetzt „Königin der Meere“ bedeutet.
Die Kojeneinteilung übernahm wie gewohnt unser KaFü "Jambo".
Die "Gruppe vom Dienst ", zuständig für Backschaft und Unterstützung der Smuts wurde ebenso, meist aus Kameraden einer jeweiligen Kammer, vom KaFü zusammengestellt. Jeder Teilnehmer war mindestens einmal eingeteilt um seinen Dienst zu leisten.
Die Proviantübernahme konnte ab 15:30 Uhr stattfinden und wurde gemeinsam mit den bereits anwesenden Teilnehmern durchgeführt.
Das Boarding wurde um ca. 1700 durchgeführt, die Kammer vom KaFü zugeteilt, ein jeder fand nun seine Koje und konnte seine Sachen verstauen.
Gegen 1800 erfolgte eine kurze Vorstellung durch den Skipper Julian. Er stellte seine Stamm-Crew vor. Dies waren die Bootsfrau Kathrin sowie die Matrosen Marcel und Torben.
Zum Abendessen hatten Olaf und Olli die vorbestellten Frikadellen sowie eine bunte Mischung an verschieden zubereiteten Kartoffelsalaten mitgebracht. Diese wurden nun ausgegeben und die Teilnehmer nahmen die Mahlzeit dankend an..
Der Rest des Abend wurde mit Beercall durchgeführt. Da wir auch einige neue Gesichter an Bord hatten, war die Gelegenheit eines Kennenlernens gegeben. Gespräche und Geplauder wurden gerne geführt.
Das Schiff, die Regina Maris wurde von den Teilnehmern sehr positiv bewertet. Die Smuts waren zufrieden, hatten sie doch zu einer relativ guten und neuwertigen Kombüsen-Ausstattung auch eine geräumige Kühlkammer zur Verfügung.
Die Kojen, wie auf anderen Traditionsseglern, waren naturgemäß ordentlich aber natürlich beengt. Ebenso die Kammer selbst. Das tat der Vorfreude auf den Törn aber keinen Abbruch. Ein Jeder wusste, eine solche Koje wird ja ausschließlich für die (manchmal kurzen) Nächte benötigt.
Donnerstag, 12.06.2025
Nach einem Briefing mit den Verantwortlichen der BG und der Stamm-Crew wurde vereinbart, dass wir gegen 1000 Auslaufen. Zielgebiet sollte Marstal auf der Insel Aeroe sein.
Vorher wurden noch einige Besorgungen in der Stadt gemacht, nochmal eine Ladung Baguettes von eine Bäckerei besorgt, sowie ein paar Toiletten-Artikel nachgekauft, die von dem einen oder zuhause vergessen worden waren. Alles in allem aber keine Herausforderung und die Beteiligten erledigten die Aufgaben prima.
Die Gruppe vom Dienst, eingeteilt vom Kafü verrichtete ihren Dienst und bereitete derweil das Frühstück vor.
Hier gab es eine große Auswahl an Brötchen, Brot, Butter, Aufschnitt und Wurst, Käse, Marmelade, Spiegelei, Speck und so weiter. Natürlich hielten die Smuts auch Kaffee und Tee vor.
Gut gestärkt bereitete man sich auf das Auslaufen vor, machte alles Seeklar. Lose Gegenstände wurden verstaut und fixiert.
Gegen 1030 wurden die Stelling eingezogen und wir legten ab in Richtung Kiel-Leuchtturm.
Der Wind, zunächst wenig, nahm aber später kontinuierlich zu.
Die Segelmanöver wurden, nach Einweisung durch die Stamm-Crew, durchgeführt und wir kamen gut voran.
Zum Mittagessen hatten die Smuts eine "Hack-Lauch-Käsesuppe mit Baguette" sowie als Dessert: Joghurt, vorbereitet.
Die Teilnehmer ließen es sich schmecken.
Zwischen "Tampen ziehen" und "Entspannung" war es stets ausgeglichen ![]()
Der Nachmittag wurde mit verschiedenen Segelmanövern verbracht und alle hatten ihren Spaß daran, die knapp 31 Seemeilen zu segeln.
Gegen 16:30 wurde in Marstal auf der Insel Aeroe festgemacht.
Marstal ist eine Hafenstadt an der Südostspitze der dänischen Insel Ærø. Von ca. 1860 bis in die 1920er Jahre gehörte den Marstaler Reedern der nach Kopenhagen zweitgrößte Schiffsverband der dänischen Handelsflotte, hier hatten 300 große Segelschiffe ihren Heimathafen.
Während die Smuts das Abendessen, Leberkäse mit Bratkartoffeln, vorbereiteten, erkundeten einige der Kameraden die Hafenanlagen und das kleine Städtchen.
Der Abend wurde auf dem Segler dann wieder mit einem gemütlichen Zusammensein gestaltet.
Freitag, 13.06.2025
Verschiedene kleine Landkommandos waren im Einsatz um die Smuts beim Frühstück zu unterstützen. So holte ein Team die vorbestellten Brötchen ab, ein weiteres holte auf Weisung der Smuts noch diverse Lebensmittel vom örtlichen Supermarkt.
Das Frühstück bestand aus Brötchen, Brot, Butter, Aufschnitt, Wurst, Käse, Rührei und wurde gerne in Anspruch genommen.
Da unser nächste Ziel Faaborg sein sollte, dies aber rund 18 Seemeilen Entfernung nicht allzu weit entfernt ist, bot der Skipper an, erst gegen Mittag abzulegen.
Viele Teilnehmer nutzen daraufhin den Vormittag um unter anderem das sehr schöne Seefahrt Museum von Marstal zu besuchen.
Das Museum zeigt mehr als 200 Schiffsmodellen und 130 Flaschenschiffen in den 37 Ausstellungsräumen, diverse maritime Gegenstände und auch Sachen die von Seefahrern aus fernen Ländern heimgebracht worden sind.
Durch die vielen "Snorrer" - die in Marstal charakteristischen engen Gassen zwischen den Häusern, gelangt auch man zu einem Schiffsbüro, einer alte Schmiede oder einer gute Stube.
Das Seefahrt Museum stellt außerdem die größte Sammlung der Werke des Marine- und Grünlandsmaler Carl Rasmussen Dänemarks. Im Rahmen des Museums findet sich auch das geschichtsträchtige Stadtarchiv.
Es gab also viele, interessante Sachen zu sehen und jeder der das Museum besuchte war positiv begeistert.
Das Auslaufen fand dann wie geplant, gegen Mittag statt.
Bei leichtem Wind ging es zwischen den dänischen Inseln, Birkholm, Urehoved und Hestmade in Richtung Faaborg.
In Höhe Korshavn bot der Skipper an, statt in Faaborg, die Insel Lyö anzulaufen. Der Grund war simpel. Der Wind war für diese Unterfangen besser geeignet.
Da Faaborg auf vorhergehenden Törn's schon öfter besucht wurde, Lyö der BG-D187 gänzlich unbekannt war, wurde das gerne angenommen und umgesetzt.
Nach den überaus anstrengenden Manövern mussten sich die Sailors natürlich auch mal ausruhen und entspannen ![]()
Gegen 1600 wurde in Lyö festgemacht.
Lyø oder Lyö ist eine dänische Ostsee-Insel in der so genannten „Dänischen Südsee“, südlich von Fünen, etwa sieben Kilometer von Fåborg gelegen.
Auf der 6,05 km² großen Insel wohnen ca. 90 Bewohner.
Auf Lyø gibt es nur einen zentral gelegenen Ort, der Lyø (oder Lyø By) heißt. Er ist mit seinen fünf Dorfteichen eines der schönsten Dörfer Dänemarks, in dem mundgeblasene Fensterscheiben und Holzschlösser in den Türen zu sehen sind.
Einige Teilnehmer erkundeten nach Festmachen sogleich das Eiland. Allen voran der "Brötchen-Trupp". Die Jungs haben es tatsächlich geschafft auf diesem kleinen Fleckchen Erde die Brötchen für den Samstagmorgen vorzubestellen.
Weitere Teilnehmer erkundeten in Grüppchen diesen idyllisch gelegenen Ort.
Zum abendlichen Grill-Ex fand man sich dann wieder an Bord zusammen.
Das Grill-Ex an Oberdeck bzw. auf der Pier fiel allerdings dem starken Wind zu Opfer. Es war schlicht nicht möglich das Grillgut ohne Gefahr für Schiff und Besatzung dort zuzubereiten.
Kurzentschlossen warfen die Smuts diesen Plan über Bord und bereiteten die Steaks und Bratwürste in der Kombüse vor.
Dazu wurden dann verschiedene Salate gereicht. Wie fast zu jeder Mahlzeit wurden zudem auch diversen Früchte wie Melonenstücke, Äpfel und Trauben gereicht.
Hier schlugen die Teilnehmer kräftig zu und ließen es sich schmecken.
And diesem Freitagabend war an Deck auch wieder Beercall angesagt. Viele Teilnehmer saßen zusammen, unterhielten sich angeregt über alte oder neue Zeiten, feierten teils ausgelassen bis spät in den Abend.
Samstag, 14.06.2025
Nach der Morgentoilette ging es zum Frühstück, mit großer Auswahl an Brötchen, Brot, Butter , Wurst, Käse, Reibekuchen, Apfelmus, Früchten
Hier konnte sich jeder stärken und man sah ausnahmslos zufriedene Gesichter.
Danach fand sich die Besatzung an Oberdeck zusammen.
Nach einem Briefing mit dem Skipper wurde die Besatzung auf kräftigen Wind für diesen Tag hingewiesen. Alle losen Gegenstände an Oberdeck wie auch im Unterdeck wurden gesichert.
Das Auslaufen ging reibungslos und wir starteten den Transit nach Eckernförde.
Diese ca. 46 Seemeilen wurden bei kräftigem Wind und mit Sonnenschein gerne genutzt und so verbrachten viele Teilnehmer nahezu den ganzen Tag an Oberdeck. Nicht nur das herrliche Segelwetter wurde genossen, auch die mittlerweile bekannten Segel-Manöver wurden mit viel Spaß und Engagement erledigt.
Die Zapfanlage funktionierte auch bei Schräglage ![]()
Die Smuts kämpften, dem Seegang zu Trotz, derweil in der Kombüse mit dem Mittagessen, dem Wurstgulasch ala Sailex. Wie immer haben sie das auch geschafft und es schmeckte jedem Teilnehmer.
So verging der Tag wie im Flug und gegen 16:30 machten wir in Eckernförde fest.
Nach dem Festmachen wurden Müll und Leihgebinde von Bord gebracht und an die entsprechenden Stellen geliefert.
Natürlich waren auch die Smuts wieder unermüdlich im Einsatz. Die beiden Smuts leisteten bei diesem Törn eine außergewöhnliche Arbeit und wurden von allen mit größtem Respekt und Dank angesehen.
Auch die Gruppe vom Dienst war auf See stets eingebunden. Hier wurde der Apfelstrudel vorbereitet.
Tag für Tag bereiten sie die wohlschmeckenden Mahlzeiten vor und begeisterten die Besatzung damit. Das war "Outstanding".
Hier wurden Potaken gedreht
Zum Abendessen gab es dann Geschnetzeltes mit Reis und Salat. Wieder ein Volltreffer in Sachen Geschmack.
Der Brötchen-Trupp hatte seine Job für Sonntagmorgen erledigt und die Zapfanlage an Oberdeck wurde dann ausgiebig genutzt.
Zusammen mit der Stamm-Crew und weiterer netter Segelbegeisterten, die an diesem Abend auch in Eckernförde festgemacht hatten, wurde de Abend zu einem letzten Beercall und gemütlichen Beisammensein genutzt.
Sonntag, 15.06.2025
Nach dem Frühstück, weiterem Aufklaren und Müllentsorgung beim Hafenmeister, fand das Auslaufen um ca. 10:30 statt.
Bei mäßigem Wind ging es aus der Bucht von Eckernförde.
Bei geringem bis leichtem Wind waren die 22,1 Seemeilen trotzdem gut nach Kiel zu schaffen.
Zur Mittagszeit boten die Smuts Kassler mit Sauerkraut und Stampfkartoffeln. Die Teilnehmer ließen sich die deftige Mahlzeit gerne schmecken.
Gegen 1500 wurde in Kiel an der Blücherbrücke festgemacht. Begrüßt wurden die Teilnehmer von einem kräftigen Platzregen. Es war das erste schlechte Wetter und der erste Regen auf dem gesamten Törn.
Nachdem der Müll von Bord geschafft war, richteten der Skipper und der Vorsitzende der Bordgemeinschaft D187 noch ein paar Worte an die Teilnehmer, bedankten für den tollen Segeltörn und bekamen diesen Dank auch wieder zurück. Alle waren zufrieden ob dieser schönen fünf Tage.
Die Teilnehmer packten nun ihr Gepäck, verabschiedeten sich voneinander und jeder lief, ob per Bus, Bahn und mit dem PKW zurück in seinen Heimathafen.
Danksagung
Wir danken der Stamm-Crew der Regina Maris, Skipper Julian, Bootsfrau Kathrin, den Matrosen Torben und Marcel für deren Einsatz und die geduldige Anleitung bei den Arbeiten an Segel und Schiff.
Ein besonderer Danke für die unermüdliche Arbeit geht an unsere Smuts Patrick und Burkhardt. Ihr habt das toll hinbekommen und jederzeit leckeres Essen auf die Back gezaubert.
Ein großes Danke geht auch an alle die an der Organisation beteiligt waren und so erst diesen Törn möglich gemacht haben.
Wir möchten allen Teilnehmern für das Engagement danken.
Das war ein Klasse Törn - mit Euch jederzeit wieder.
Gruß vom Ölfuss